Wasserauen ist ein kleiner Ort im Appenzellerland und gleichzeitig einer der wichtigsten Ausgangspunkte für Wanderungen im Alpstein. Besonders bekannt ist Wasserauen als Startpunkt für den Aufstieg zum Seealpsee sowie für Touren Richtung Ebenalp oder Schäfler.
Der Ort liegt direkt am Ende einer Straße und ist auch mit der Bahn gut erreichbar. Dadurch beginnt die Berglandschaft praktisch sofort nach deiner Ankunft. Innerhalb weniger Minuten wechselst du von einer ruhigen Talebene in eine deutlich anspruchsvollere alpine Umgebung.
Typisch für Wasserauen ist der starke Kontrast in der Landschaft. Steile Felswände treffen auf offene Wiesenflächen, während sich das Wetter schnell ändern kann. Gerade im Frühjahr kann noch Schnee liegen, obwohl es im Tal bereits deutlich milder ist. Das solltest du bei deiner Planung berücksichtigen.
Der Weg zum Seealpsee gehört zu den bekanntesten Routen der Region. Er ist relativ kurz, aber durch den steilen Anstieg körperlich fordernd. Alternativ führen von Wasserauen aus auch längere und anspruchsvollere Touren tiefer in den Alpstein.
Für Fotografie bietet die Gegend vor allem klare Bergstrukturen, wechselnde Lichtverhältnisse und gute Aussichtspunkte bereits auf den ersten Höhenmetern. Besonders interessant sind die frühen Morgenstunden oder wechselhaftes Wetter.
Wasserauen ist weniger ein klassischer Ort zum Verweilen, sondern vor allem ein funktionaler Einstieg in eine der eindrucksvollsten Bergregionen der Ostschweiz.
26.03.2026


















Ich komme in Wasserauen an und stehe auf einem komplett leeren Parkplatz.
Ein guter Start, denke ich.
Von hier aus beginnt der Weg hinauf zum Seealpsee – eine der bekanntesten Wanderungen in der Region. Ende März, eigentlich schon Frühling.
Doch dieses Mal fühlt es sich anders an.
Temperatursturz. Schnee. Deutlich mehr, als ich erwartet habe.
Also stellt sich nur eine Frage:
Wie weit komme ich heute überhaupt?
Ich gehe los.
Schon die ersten Meter führen durch eine geschlossene Schneedecke.
Der Weg ist kaum erkennbar, etwa 20 cm frischer Schnee liegen auf dem Boden.
Ich folge dem Bach, der Richtung Seealpsee verläuft, Schritt für Schritt nach oben. Mit jedem Meter wird es anstrengender, der Weg steiler, der Schnee tiefer.
Irgendwann muss ich mir selbst eingestehen: Es geht nicht weiter.
Ein Schneesturm zieht auf, und bis zum See wären es noch rund 40 Minuten gewesen. Unter diesen Bedingungen wäre es zu riskant gewesen.
Also breche ich die Wanderung ab.
Nicht das geplante Ziel erreicht, aber trotzdem starke Eindrücke gesammelt.
Die Bilder bleiben – und der nächste Versuch kommt.
