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Produktfotografie als Nebenbeschäftigung

Ich habe mich als Freelancer für einen Job beworben und habe diesen auch bekommen. Jetzt muss ich meinen Auftraggeber davon überzeugen, dass ich lernfähig bin, denn für mich ist die Produktfotografie ein neues Gebiet. Immerhin habe ich schon seit Jahren die passende Studio-Ausrüstung und musste nun nur sehr wenig Equipment nachkaufen.

Jetzt möchte ich meine Erfahrung mit der Produktfotografie teilen:

Naja, wenn man sich die Produktbilder in allgemeinem so anschaut, denkt man erstmal, sie zu erstellen, so schwer kann das gar nicht sein. Aber, der Blick täuscht… Beim genauem Hinschauen und Ausprobieren merkt man schnell, dass das Licht zu beherrschen eine Wahre Kunst ist. Nein – keine Kunst – eine Herausforderung – man kann das lernen. Und so habe ich für meinen ersten Shooting mindestens 5 Stunden gebraucht – und das für 3 Bilder. Ich habe geschaut, wie sich das Licht verhält, wenn man es heller aufdreht, wenn man es anders positioniert, wenn man verschiedene Lichtformen nutzt, wie das Produkt ausgeleuchtet wird und was für Schatten dabei entstehen. Es war echt anstrengend, es hat nie alles so geklappt, wie ich wollte – ich dachte schon fast, dass ich aufgeben muss, habe aber durch alle Hürden erfolgreich geliefert.

Für diesen ersten Auftrag habe ich 15€ bekommen. Geteilt durch 5 Stunden ergibt das einen Stundenlohn von 3€. Krass, oder? Aaaaber, es geht hier gar nicht um die Geldeinnahmen, sondern um die Erfahrung, welche ich dadurch gewonnen habe. Ich habe echt viel gelernt und kann meinen nächsten Auftrag eventuell schon viel Schneller und Besser ausführen. Und mit jedem weiterem Shooting werde ich auch besser und schneller und dadurch erhöht sich mein Stundenlohn automatisch, bis der irgendwann das Maximum erreicht, das kann dann bei 30€ liegen, aber auch viel höher, kommt drauf an, wie viel ich in 1-2 Jahren dafür verlangen werde. Man muss auch bedenken, dass man als Selbständiger Fotograf auch zusätzliche Kosten hat. Die Technik kostet, die Weiterbildung, Vorbereitung, Marketing, Betriebskosten, Versicherungen, Steuer usw usw. So werden aus 30€ plötzlich nur 10 oder weniger, daher wenn man gut davon Leben möchte, muss man seinen Wert erhöhen, und das schafft man, in dem man sich weiter Entwickelt und verbessert…

Mal schauen wie es bei mir in einem Jahr aussehen wird.

Bis dann.

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